Unser Beitrag „Allgemeine Änderungen des PSG II für die Abrechnung vollstationärer Leistungen“ vom 03.05.2016 erläuterte, dass künftig die Leistungen Verpflegung, Unterkunft und Investitionskosten nicht mehr auf der Pflegekassenrechnung erscheinen dürfen.

Diese Regelung wurde bereits durch die BMG-Handreichung vom 09.08.2016 für Einrichtungen mit „negativem EEE“ eingeschränkt (weiterführende Infos)

Nunmehr wurde im laufenden Gesetzgebungsverfahren zum PSG III ein Änderungsantrag zum § 43 SGB XI n.F. eingereicht: Sofern vom Gesetzgeber verabschiedet, wären auch künftig die Leistungen für Unterkunft und Verpflegung teilweise von den Pflegekassen zu übernehmen sein, sofern der Leistungsbetrag der Pflegekasse durch den pflegebedingten Aufwand nicht ausgeschöpft wird. Dies bedeutet eine Rückkehr zur bisherigen Handhabung im vollstationären Bereich (lediglich die Beschränkung auf 75% des Heimentgelts entfiele). Dieses Szenario ist vor allem in Ein- und Auszugsmonaten der Fall.

Quelle: Fußnote 1 der „Gemeinsamen Empfehlungen“ (siehe unser Beitrag)