Vom Gesetzestext her ist der EEE eigentlich nur ein Zwischenschritt auf einem längeren Rechenweg (lesen Sie hier und hier mehr dazu).

Tatsächlich beschreibt der EEE aber denjenigen Betrag, den ein Bewohner aus eigenen Mitteln aufbringen muss, um in einer vollstationären Einrichtung gepflegt zu werden. Bislang sprach man nicht vom EEE, sondern vom Eigenanteil oder dem Selbstzahlerbetrag. Ausdrücklich muss bedacht werden, dass der EEE nur den pflegebedingten Aufwand beziffert, und noch um Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten ergänzt werden muss, um die tatsächliche finanzielle Belastung zu beschreiben.

Dennoch kann es an einzelnen Marktplätzen möglicherweise so sein, dass Interessenten vereinfachend oder aus Unkenntnis nur die EEE der einzelnen Einrichtungen vor Ort vergleichen, und anhand dieses Wertes eine Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung treffen. Aus dieser Sicht ist ein niedriger EEE vorteilhaft, führt aber zu vergleichsweise niedrigeren Erträgen.

Tipp: Der PSG-II-Kalkulator (Download) von Sinfonie bietet die Möglichkeit zu ermitteln, wie sich ein gesteuertes Aufnahmemanagement der nächsten Wochen auf Ihren EEE auswirken wird: Lohnt es sich, weitere Bewohner niedriger Pflegestufen aufzunehmen? Empfiehlt es sich aus Heimsicht, noch ausstehende §45a-Gutachten (Eingeschränkte Alltagskompetenz) hereinzuholen?